Mein erstes Radio-Interview


In der wärmeren Jahreszeit kommt es durchaus vor, dass ich mehrere Tage hintereinander die Kiste (den PC) nicht einschalte. Eines schönen Sommertages hatte ich jedoch das Gefühl, ich sollte zumindest mal wieder meine e-Mails abrufen.

Spät abends fand ich dazu Gelegenheit und ich war froh darüber:

Unter einigen Werbe-Mails, welche ich gleich wieder löschte, befand sich nämlich eine interessante Nachricht:

Ein gewisser Charly Sinclair stellt sich vor als Moderator der Sendung "Die bessere Seite" von RMNradio. Er sei auf meine Homepage gestoßen und würde diese gerne in seiner Sendung den Hörern vorstellen.


RMN-Radio?


Nie gehört! Aber es klang interessant. Also besuchte ich diesen Radiosender im Internet und war dann doch sehr erstaunt, als ich feststellen musste, dass dieser Sender ganz schön groß ist und dort viele Leute beschäftigt sind: Mehrere Studios in ganz Deutschland verteilt und eines sogar in den USA machen rund um die Uhr ein buntes Programm für ihre Hörer.

Ich klickte mich so durch das Angebot und fand dann auch die Sendung "Die bessere Seite" mit Charly Sinclair, die bereits am nächsten Tag stattfinden sollte.

Das fühlte sich alles gut an und so schickte ich auch gleich eine Antwort an den Moderator und hoffte,dass diese noch rechtzeitig eintreffen würde - die Mail lag ja schon ein paar Tage in meinem Postfach und bis zur Sendung war nicht mehr viel Zeit.




Am nächsten Tag sollte bereits das Interview stattfinden. Ich hatte keine Ahnung, ob meine Nachricht noch rechtzeitig bei Charly Sinclair eingetroffen war. Charly hatte in seiner Mail von der Möglichkeit geschrieben, die Homepage entweder schriftlich vorzustellen oder aber live in seiner Sendung darüber zu berichten.

Ich entschied mich für letzteres, weil das natürlich viel spannender erschien und sollte mich in diesem Falle zwischen 18 und 20 Uhr für einen Telefonanruf bereithalten. Gespannt wartete ich also ab.




Ich saß gerade gemütlich auf der Sommerbank und genoß den ausklingenden Tag, als prompt zwischen Sechs und halb Sieben Uhr das Telefon klingelte. Am anderen Ende der Leitung begrüßte mich ein freundlicher Charly Sinclair von RMNradio. Während für die Hörer von RMNradio gerade ein Musikstück lief, erklärte mir Charly den Verlauf des Interviews und wir plauderten noch ein bißchen.



Dann war es schließlich soweit: Wir gingen "ON AIR"

Das sollte nicht so einfach sein:

Nicht genug, dass Charlys Stimme aus dem Telefon plötzlich wie aus weiter Ferne klang, im Eifer des Gefechts verwechselte er auch noch meinen Namen und sprach mich plötzlich mit Andreas an. Ich war dann nicht sicher, ob ich gemeint war, oder er mit einem Redakteur im Studio sprach. Daher war der Anfang des Interviews gelinde gesagt ein bisschen holperig.



Aber schließlich klappte es dann doch recht gut und ich stand Charly Rede und Antwort zu diversen Fragen über meine Homepage: Wie ich denn auf die Idee gekommen wäre, welche besonderen Vorkommnisse es gegeben hätte, usw. Auf die Frage, ob ich auch Unterstützung bei meinen Seiten gehabt hätte, nutzte ich die Gelegenheit, um Kerstin zu grüßen, die mir bei ein paar speziellen Problemen weiterhelfen konnte. Im Eifer des Gefechts vergaß ich jedoch, Josef zu grüßen,der mir bei Fragen auch mit Rat und Tat zur Seite stand - und möchte das dafür an dieser Stelle nachholen:

Lieber Josef, vielen Dank für Deine Hilfe!



Als ich über die Entstehungsgeschichte von AlexanderSound berichten sollte, musste ich natürlich auf das Projekt "Lucille" verweisen, das ja der Auslöser für diese Homepage war und Charly suchte gleich spontan dazu passenderweise das Demo, um es den Hörern vorzuspielen.


Und er suchte und suchte...


Scheinbar hatte Charly sich etwas "verlaufen" auf meiner Homepage und suchte fieberhaft nach dem Demo. "Zur Not muß ich singen!", schlug ich also scherzhaft vor, dann aber hatte Charly das Demo doch noch gefunden und die Hörer bekamen eine Kostprobe von "Lucille" vorgespielt.



Die nächste Panne ließ dann auch nicht lange auf sich warten:

Als das Demo bereits spielte, was ich am Telefon jedoch nicht hören konnte,wollte ich noch etwas dazu sagen. Die Hörer vernahmen dies dann als unverständliches Hintergrundgequassel. Zwischendurch verzapfte ich dann auch tatsächlich noch einen rechten Stuß, da ich plötzlich, wie sagt man so schön "den Faden verlor"...

aber da muß man dann einfach durch und so tun, als wäre nichts passiert, dann ist das alles halb so wild ;-)



Charlys persönliches Lieblingsprojekt auf meiner Homepage war "Lady in Red". Doch leider war die Zeit schon etwas knapp, um ausführlicher darüber zu berichten. Charly empfahl daher den Höreren, doch unbedingt selbst meine Homepage zu besuchen und spielte ihnen meine Chris DeBurgh-Imitation vor, nicht ohne sich nochmal zu versichern, dass die Stimme auch tatsächlich von mir selbst stammt und nicht etwa irgendwo runterkopiert ist.

Das konnte ich natürlich reinen Gewissens bestätigen.



Charly bedankte sich schließlich für das Interview und auch ich hatte noch Gelegenheit dies zu tun und mich bei den Hörern zu verabschieden. Als letzte Panne ließ Charly noch das Mikrofon offen, während er ein Musikstück aus seinem Radioprogramm spielen ließ und wir uns noch unterhielten. Aber das ist halt live!



Nach dem Interview sagte ich zu Charlie: "Was meinst Du, ist doch gut gelaufen, oder?"

und Charlie entgegnete: "Ja, hat prima geklappt, super!"


Und obwohl es eigentlich ein Interview war,

das ebenso unter dem Titel:


"Pleiten, Pech und Pannen"


hätte veröffentlicht werden können,

waren wir uns einig,

dass alles wunderbar geklappt hat

- aber so läuft das eben bei den Profis ;-)




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